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Gefährliche Viertel und Sicherheit in Amsterdam

Amsterdam Sicherheit: Welche Viertel sind in Amsterdam gefährlich? Wenn es um beliebte Ziele für Städtetrips geht, gehört die niederländische Hauptstadt Amsterdam eindeutig dazu. Die Stadt mit den vielen Grachten präsentiert sich ihren Besuchern weltoffen und tolerant. Multikulturell geht es zu und auch, wenn sie unter allen niederländischen Städten die meisten Probleme mit Delikten und Ordnungswidrigkeiten hat, kommt gewalttätige Kriminalität allgemein nicht besonders oft vor.

Damit Ihr bei einer Reise in die einwohnerstärkste Stadt des Königreichs der Niederlande nicht einem Taschendiebstahl zum Opfer fällt oder es anderweitig unsicher wird, gebe ich Euch nachfolgend einige Tipps und Informationen zum Thema Sicherheit.

Amsterdam Sicherheit: Allgemeine Tipps

In Amsterdam herrschen am Bahnhof und am Flughafen hohe Standards in Sachen Sicherheit, die mit entsprechenden Maßnahmen verbunden sind. Aus diesem Grund solltet Ihr mehr Zeit einplanen, wenn Ihr mit der Bahn oder dem Flugzeug an und abreist.

Bargeld und Ausweise

Wie in vielen großen Städten besteht auch in Amsterdam die Gefahr, bestohlen zu werden. Wer einen Hotelsafe zur Verfügung hat, ist deshalb gut beraten, seine Wertsachen dort zu verwahren. Dieses gilt auch für wichtige Dokumente wie Reisepass, Personalausweis oder Flugticket. Zum Mitführen empfiehlt sich eine Kopie solcher Unterlagen. Das ist bei einer normalen Kontrolle erstmal immer ausreichend. Es erleichtert auch die Arbeit der Polizei, wenn keine originalen Dokumente gestohlen worden sind.

Die Mitnahme von größeren Bargeldsummen ist für einen Besuch in Amsterdam nicht notwendig. Überall kann mit EC-Karte oder Kreditkarte, gilt auch für kleinere Beträge bezahlt werden. Geldautomaten gibt es ebenfalls ausreichend.

Achtung Touristenfalle

Besonders an belebten Touristenplätzen solltet Ihr möglichst wenig Bargeld mit Euch führen. Taschen, Handgepäck und andere wertvolle Gegenstände immer im Auge behalten und nicht unbeaufsichtigt irgendwo stehen lassen. Wenn Euch auf offener Straße ein Fahrrad zum Kauf angeboten wird, ist Vorsicht geboten.

In der Regel handelt es sich um gestohlene Räder. Zwar gilt der Kauf eines solchen Fahrrades nur als Kavaliersdelikt. Trotzdem möchte wohl niemand gerne mit Dieben ein Geschäft machen. Es gibt zudem einige Viertel, die nicht unbedingt für hohe Sicherheit bekannt sind und die man deshalb besser meiden sollte. Welche das sind, erfahrt Ihr im nächsten Abschnitt.

Um welche Viertel Ihr besser einen Bogen macht

Gefährliche Viertel und Sicherheit in Amsterdam

► Oude Zijde – Hier gibt es Information zum weltbekannten Rotlichtviertel in Amsterdam. Bei der Frage nach unsicheren Vierteln mit erhöhtem Aufkommen von Diebstählen und kleinkriminellen Taten fällt im Zusammenhang mit Amsterdam oft zuerst der Name „Oude Zijde“. Oude Zijde liegt östlich des Damraks, in der Nähe des Dams, dem zentralen Hauptplatz Amsterdams. Das sich dort befindende Rotlichtviertel „Zeedijk“ ist eben ein Vergnügungsviertel und bietet somit Potenzial für Kriminalität.Wer sich hier in der Gegend aufhält sollte sich meine Hinweise für Verhaltensregeln im Amsterdamer Rotlichtviertel durchlesen.

► Niewe Zijde – Gegenüber der Damrak (eine Straße, die vom Hauptbahnhof Richtung Stadtmitte führt), liegt die „Nieuwe Zijde“. Zahlreiche Lokalitäten wie „In de Wildemann“ laden zwar zum Ausgehen ein, bergen aber dadurch auch ein erhöhtes Risiko in Sachen kriminelle Machenschaften.

► Bloemenmarkt – Ebenfalls zu den kritischen Orten der Stadt zählen der „Bloemenmarkt“, Singel, 1012 DH Amsterdam, sowie das Gebiet um das Anne Frank Haus in der Prinsengracht 263-267, 1016 GV Amsterdam, . Neben Vierteln, die gemieden werden sollten, werden auch die Tramlinien 1,2 und 5 als kritisch eingestuft.

Soziale Brennpunkte der Stadt

Nicht nur bestimmte Vergnügungsviertel zählen zu den Orten, die man besser meiden sollte. Bereiche, die als soziale Brennpunkte gelten, sind auch nicht unbedingt für einen sicheren Bummel geeignet. „Bijlmermeer“ ist einer dieser Brennpunkte. Das Viertel hat sich mittlerweile zu einem Immigrantenviertel entwickelt. Für viele ein Grund, es in diese Kategorie zu stecken.

Doch auch andere Bereiche sind entsprechenden Zahlen zufolge beim Thema Sicherheit ebenfalls bedenklich einzustufen. Darunter unter anderem das „Amstel III en Bullewijk“, wo sich das größte Krankenhaus Amsterdams sowie die „Amsterdam ArenA“ befinden und das Industriegebiet „Nieuwendammerham“ im Stadtteil Amsterdam-Noord. Da in diesen Gegenden keine touristischen Ziele liegen, lässt sich ein Aufenthalt hier sehr gut vermeiden.

Keine Chance für Taschendiebe und Autoknacker

Gefährliche Viertel und Sicherheit in Amsterdam

► Taschendiebstahl – ist in Amsterdam weit verbreitet. Doch es gibt einige Möglichkeiten, es den sogenannten „Zakkenrollers“ schwer bis unmöglich zu machen, Euch die Taschen zu leeren. Grundsätzlich gilt: Jeder kann ein Dieb sein. Mittlerweile gibt es viele Tricks, bei denen sich beispielsweise das unschuldige Aussehen von Müttern mit Kinderwagen oder kleinen Kindern zunutze gemacht wird. Menschenmassen ziehen Taschendiebe an, die auf unterschiedliche Weisen vorgehen. Daher empfiehlt es sich, diese zu meiden. Natürlich ist das nicht immer möglich. In dem Fall solltet Ihr darauf verzichten, Wertsachen und große Summen an Bargeld bei Euch zu tragen.

Auch in kleinen Gassen kann es häufiger zu Taschendiebstahl kommen. Hier ist also besonders in den Abendstunden erhöhte Vorsicht geboten. Das Tragen einer Geldbörse in der hinteren Hosentasche oder irgendwo im Mantel lädt Taschendiebe quasi dazu ein, sich bei Euch zu bedienen. Sicherer ist es, sie eng vorne am Körper bei sich zu tragen. Auch Taschen und Rucksäcke solltet Ihr möglichst immer nach vorne gerichtet mitführen. Noch mehr Sicherheit bieten Bauchtaschen oder Brustbeutel, welche unter der Kleidung versteckt sind.

► Autoknacker – Neben den Langfingern, die sich durch Taschendiebstahl bereichern, sind auch Autoknacker in Amsterdam gerne mal aktiv. Abgesehen haben sie es vor allem auf Autos, die ein ausländisches Kennzeichen haben. Fahrzeuge stehen demnach am sichersten in belebten und beleuchteten Straßen oder in einem der bewachten Parkhäuser, in denen man bereits einen sicheren Stellplatz für die Zeit seines Amsterdam Aufenthalts im Voraus buchen kann. Zur weiteren Sicherheit gilt hierbei ebenfalls: Keine großen Geldbeträge oder wertvolle Gegenstände im Auto lassen. Werdet Ihr trotz aller Sicherheitsvorkehrungen doch einmal Opfer eines Diebstahls, so ist aus versicherungstechnischen Gründen auf jeden Fall die Polizei zu verständigen.

Wichtige Telefonnummern

Es empfiehlt sich, gewisse Telefonnummern und Kontaktdaten bei der Reise griffbereit zu haben.

► Polizei – Wie oben beschrieben, ist bei einem Diebstahl umgehend die Polizei zu verständigen. Ihr erreicht diese unter der Nummer 0900 88 44. Handelt es sich um einen Notfall, sind Feuerwehr, Polizei und auch Ambulanz unter der 112 erreichbar.

► Artzt oder Apotheke – Ihr seid auf der Suche nach dem nächsten Arzt, Zahnarzt oder einer Apotheke? Dann schaut auf www.doktorsdienst.info vorbei.

► Sperr-Notruf – Der Sperr-Notruf ist wichtig für den Fall, dass Ihr beispielsweise die Kreditkarte oder das Handy verliert. Ein Anruf bei der +49 116 116 hilft Euch, die entsprechenden Sperrungen vorzunehmen.

Amsterdam Sicherheit: Was ist sonst noch wichtig und wissenswert?

Wer mit dem Auto anreist sollte wissen, dass Parken im Zentrum mitunter sehr teuer sein kann. Die Parkplätze sind rar und so kann es schon einmal 5,00 Euro pro Stunden kosten, wenn Ihr nicht allzu weit zu Fuß gehen möchtet. Überall, wo an der Straße kostenpflichtig geparkt werden kann, befinden sich Automaten zum Bezahlen. Wichtig ist hierbei, dass die Zahlung (bis auf wenige Ausnahmen) nur über EC- oder Kreditkarte möglich ist. Alternativ bietet es sich an, mit dem Fahrrad oder der Straßenbahn in die Innenstadt zu fahren. Amsterdam hat ein sehr gutes öffentliches Nahverkehrssystem, über das Ihr alles in einem separaten Artikel nachlesen könnt.

Die Abrechnungen enthalten in den Niederlanden immer den Endbetrag inklusive der Mehrwertsteuer. So ist es natürlich auch in Amsterdam. Für einen guten Service gelten etwa 10% Trinkgeld als angemessen, welches der Gast auf die Endrechnung aufschlägt. Dieser Richtwert ist auch auf eine Taxifahrt anwendbar. Es ist immer gut, wenn man sich vor der Abreise über die Gewohnheiten in einem anderen Land oder einer fremden Stadt informiert. Für Euren City Trip nach Amsterdam findet Ihr hierzu einiges unter Trinkgelder & Verhaltensregeln in der Rubrik Tipps & Infos.

Wenn Ihr die vorangegangenen Tipps beherzigt, steht einem tollen Aufenthalt in Amsterdam ohne Taschendiebstahl oder sonstigen Zwischenfällen nichts mehr im Wege. Gerade die Tipps zur Sicherheit helfen einfach nach dem Motto: „Eine gewisse Vorsicht schadet nie“. Letztendlich ist es hier nämlich nicht gefährlicher als in anderen großen Städten.

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